Wie sieht der perfekte Kaninchenstall aus?

Kaninchen zählen in Deutschland zu den häufigsten Haustieren. Besonders bei jüngeren Kindern sind sie beliebt, während manch anderer die Tiere vielleicht auch eher für einen leckeren Kaninchenbraten vorgesehen hat. In beiden Fällen ist ein artgerechter Stall aber eine der Grundlagen für die korrekte Haltung der Tiere.

Ob jetzt der Stall selbst gebaut wird, oder man in den Prospekten von Tier- oder Baumärkten nach einem Angebot sucht, bei dem ein Kaninchenstall günstig zu haben ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. In beiden Fällen gibt es allerdings bestimmte Punkte zu beachten.

Wer Kaninchen hält, sollte jeweils einen Kaninchenstall für Innen und Außen haben. Wobei der Kaninchenstall draußen ab dem Spätfrühling bis zum Herbstanfang zum Einsatz kommt. Und damit der Kaninchenstell günstig gelegen ist, braucht es eine Stelle im Garten die nicht in der prallen Sonne liegt, sondern den Tieren den notwendigen Schatten spendet.

Zu beachten gibt es natürlich zunächst die Größe, damit die Tiere genügend Auslauf haben. Bei besonders großen Rassen, also einem Gewicht von mehr als 5 kg, sollte der Stall mindestens 70 cm hoch sein und eine Fläche von rund 9 m² haben. Zwergkaninchen kommen hingegen schon mit einem 50 cm hohen Stall und einer Fläche von 4,5 m² aus. Da die Tiere allerdings mindestens zu zweit gehalten werden sollten, müssen die Zahlen für einen Kaninchenstall draußen im Garten jeweils angepasst werden.

Zudem sollte ein Kaninchenstall dem Tier auch einen sicheren Rückzugsort zum Schlafen oder als Schutz bei schlechtem Wetter bieten. Zum Trinken kann man entweder einen Napf in den Stall stellen, oder einen Wasserspender am Gitter befestigen. Nutzt man einen Napf, sollte dieser wie der Futternapf auch, auf einer kleinen Erhebung stehen, zum Beispiel ein Stein oder ein Brett, damit das Kaninchen den Kopf nicht zu weit nach unten senken muss. Damit das Kaninchen den Napf nicht im Stall hin und her schieben kann, sollte er nicht aus billigem Blech bestehen, sondern einem schweren Material wie Holz oder Keramik.

Ob der Kaninchenstall draußen oder innen im Haus aufgestellt ist, auf jeden Fall muss der Boden mit Einstreu bedeckt sein. Damit bleibt der Boden auch in der Nacht vergleichsweise warm und zusätzlich wird der Urin des Kaninchens aufgesagt. Der Tierfachhandel bietet eine ganze Palette von Einstreuprodukten an. Im Winter lohnt es sich mitunter auch ein Einstreuprodukt zu wählen, das zusätzlich den Uringeruch mindert.

Damit die Tiere beschäftigt sind kann der Halter den Stall zusätzlich noch mit einigen Extras versehen. Als Klettermöglichkeit tut es oft schon ein größerer Stein, alternativ kann aber auch eine eigene Rampe gebaut werden. Allerdings sollte man dabei immer im Auge behalten, dass das Kaninchen noch genügend Platz zum herumtoben hat und sich nicht vor lauter Hindernissen nicht mehr bewegen kann.

Wer sich selbst an Werk machen will, findet im Internet reichlich Bauanleitungen. Oder man wartet einfach, bis man einen Kaninchenstall günstig im Handel erwerben kann.

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